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"Warum kommen Sie nach Polen?"
Asselner und Herbramer Messdiener zum Austausch in Pieniezno Als der Vater eines Herbramer Messdieners von einer polnischen Gastgeberin gefragt wurde, warum er nach Polen komme, sprudelte es sofort aus ihm heraus, "wegen Ihrer Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit". Diese erlebte nicht nur er, sondern die gesamte 27-köpfige Reisegruppe von Messdienern aus Asseln und Herbram mit einigen Eltern und ihrem Reiseleiter Pfarrer Josef Wördehoff auf ihrer Fahrt in die polnische Partnerstadt Pieniezno, dem früheren Mehlsack im ehemaligen Ermland. Eine Woche waren die über 14jährigen Jungen und Mädchen in den polnischen Gastfamilien untergebracht. Die Eltern und jüngeren Jugendlichen wohnten im örtlichen Kloster der Steyler Missionare.
Das obige Bild zeigt die Messdiener aus Asseln und Herbram mit ihren Begleitern und Pfarrer Josef Wördehoff (3. v. r.)
sowie den polnischen Gastgebern mit Pastor Leszek Wojton (7. v. r.) vor der Pfarrkirche in
Lechowo (Lichtenau) dem Ortsteil der polnischen Partnergemeinde Pieniezno, der die
Partnerschaft mit Lichtenau begründet"Hier steht fast an jeder Kreuzung ein Wegekreuz", bemerkte ein Jugendlicher bei der Fahrt durch das nordöstliche Polen. Drei davon sollte die Messdienergruppe mit ihren polnischen Gastgebern an ihrem eingeplanten Arbeitstag in ihrer Partnergemeinde dann in der Woche noch säubern und renovieren. Sportliche Aktivitäten, eine gemeinsame heilige Messe und ein Grillfest festigten das Miteinander unter den Jugendlichen. Bei einem Besuch des Gymnasiums in der etwa 7.400 Einwohner zählenden Partnerstadt lernten die Jugendlichen auch den Schulalltag in Polen kennen. Auch Bürgermeister Kazimierz Kiejdo begrüßte dabei die Gruppe aus der Partnergemeinde. "Ich weiß genau, was in unserer Partnerstadt Lichtenau passiert", gratulierte dabei das polnische Stadtoberhaupt in seinem Grußwort dem neuen Leiter des Pastoralverbundes Lichtenau, Pfarrer Josef Wördehoff, der die deutsche Delegation anführte, zu seiner Ernennung. Dabei lobte er den Geistlichen als Motor des deutsch-polnischen Austausches. Schließlich war der 61jährige bereits zum 35. Mal in Polen und es war bereits der 12. Besuch in Pieniezno. Dabei hat er schon viele Lichtenauer in die polnische Stadt unweit der russischen Grenze geführt. Neben der Begegnung mit den polnischen Jugendlichen war auch die deutsch-polnische Geschichte wichtiger Bestandteil der Reise. Der Besuch der Westernplatte – dort begann am 1. September 1939 mit dem Beschuss des polnischen Munitionslagers der 2. Weltkrieg – gehörte ebenso zum Programm wie der Besuch der Gedenkstätte an die über 450.000 Toten am Frischen Haff und dem Führerhauptquartier „Wolfschanze“. Besonders beeindruckt zeigten sich die 12-16jährigen von den verschiedenen Ausstellungspunkten im Konzentrationslager Stutthof: dem Galgen, den Öfen, der Gaskammer oder dem Berg an Schuhsohlen der ehemaligen Gefangenen. Eine Besichtigung der Wallfahrtskirche Heilige Linde, der Hansestadt Danzig, der Universitäts- und Bischofsstadt Allenstein, der Hafenstadt Frauenburg sowie der Fahrt durch Masuren rundeten das Kulturprogramm.
Das obige Bild zeigt die Messdiener aus Asseln und Herbram mit ihren Begleitern und
Pfarrer Josef Wördehoff sowie den polnischen Gastgebern in der Bibliothek der
Universität von AllensteinDas Erlebte möchten die Messdienergruppe nun weiteren Interessierten zeigen. Deshalb wollen die Jugendlichen Bürgermeister Dieter Merschjohann für eine Fotoausstellung im Lichtenauer Rathaus mit Eindrücken ihrer Reise begeistern. Außerdem plant die Gruppe schon jetzt einen Gegenbesuch der polnischen Gastfamilien in Lichtenau im Sommer kommenden Jahres. Für Pfarrer Wördehoff und den Schulausschussvorsitzenden Volker Jung, der ebenfalls zur Reisegruppe gehörte, ist das langfristige Ziel, eine Partnerschaft auf schulischer Ebene zwischen den beiden Partnetstädten zu etablieren.
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